Allgemeines

Offener Brief Ganzheitlichkeit

Ganzheitlichkeit – ein Thüringer Anliegen
Wie alles sich zum Ganzen webt,
Eins in dem andern wirkt und lebt! (Faust, Teil 1)
„Ganzheitlichkeit“ bedeutet unter anderem, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Wenn diese Teile zusammenwirken entsteht Sinn, erfüllendes Sein, Nachhaltigkeit. Dieses betrifft alle Bereiche unserer Gesellschaft, sei es die Ökonomie, das Soziale, die Bildung, das Gesundheitswesen, die Ökologie oder die Kultur. Eine lebendige Zukunft entwickelt sich nur auf der Grundlage einer sozial
gerechten, umweltbewahrenden Politik, die freie Entfaltungschancen für jede/n ermöglicht. Ganzheitliches, gemeinsames Handeln kann dabei aus unserer Sicht die aktuellen Herausforderungen in ihren Ursprüngen erkennen und echte Lösungen für vorhandene Probleme bewirken. Für Thüringen wünschen wir uns deshalb, ganzheitliches Bewusstsein in das politische Handeln zu integrieren. Dem „Bündnis für das Leben“ sind folgende Punkte ein besonderes Anliegen:
• Förderung der Ganzheitlichkeit in der Bildung.
Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter dem Druck
von Leistungs- und Perfektionszwang in der Schule.
Auch die Lehrer sind überlastet und gesundheitlich gefährdet.
Wichtige Bildungsziele wie die Fähigkeit zu Selbsterkenntnis und
Selbstreflexion, die Steigerung von Verständnis und Mitgefühl, die Akzeptanz und Wertschätzung allen Lebens, kommen zu kurz. Wir denken darüber nach, was ein besseres Klima in den Schulen fördern könnte und was durch uns und die Fähigkeiten und Kompetenzen vieler engagierter Menschen unterstützt werden kann. Das sind z. B.: vermehrte Projektarbeit, die Stärkung der Schulsozialarbeit (verbesserter Kontakt zwischen Schülern und Lehrern,
Bewusstwerden von Lebenswerten), die Förderung von Entspannungsfähigkeit (Möglichkeiten für Schüler aber auch zur Entlastung und Stärkung von Lehrern und Erziehern, damit sie den Kindern und Jugendlichen wieder mit offenen Herzen begegnen können). Dazu können Konzepte wie „Gesundheitskompetenz durch Yoga“, Gewaltfreie Kommunikation, etc. beitragen.
• Öffnung des Gesundheitswesens, so dass Ärzte, Heiler, Heilpraktiker und andere Therapeuten als ergänzend nebeneinander und miteinander Praktizierende erkannt werden. Gleichermaßen sollte jede/r PatientIn selbst entscheiden können, welchen Heilungsweg sie/er gehen möchte. Auch sollte die Pflicht zur Versicherung durch Freiwilligkeit ersetzt werden, eine gerechte Kostenbeteiligung und gleiche medizinische Versorgung für alle gewährleistet sein.
• Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie.
Damit Firmen immer offener für diesen Grundsatz werden, sollten Anreize in Form von Ausschreibungen und Wettbewerben geschaffen werden, damit auch Thüringen in Sachen Nachhaltigkeit vorbildlich wird. Die regionale Vielfalt im globalen Markt sollte durch entsprechende regionale und kommunale Strukturen gestärkt werden.
Dadurch können unnötige Transportwege und -kosten vermieden werden. Es lohnt sich, auch im Ausland, wie zum Beispiel in Dänemark, Ideen einzuholen und auf das kleine Land Thüringen anzupassen.
Wir vom „Bündnis für das Leben“ engagieren uns für ein ganzheitliches,
verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Denken und Handeln. Wir möchten die Politik in Thüringen gerne mit unseren Möglichkeiten und Kompetenzen unterstützen und uns an einem zukunftsweisenden Konzept für ein Nachhaltiges Modellprojekt Thüringen beteiligen. Bei einer Einwohnerzahl von zwei Millionen ist dieses denkbar
und möglich, und kann z. B. dazu beitragen die Abwanderung Richtung Westen und Süden, einzudämmen.
Das Grüne Herz Deutschlands kann seinem Namen Ehre machen, indem seine VertreterInnen sichtbar und spürbar eine Politik des Herzens betreiben, die über die Parteigrenzen hinweg die Lebens-
und Herzenswünsche der Menschen berücksichtigt
und ihre Mitsprachebereitschaft nutzt und integriert.
Mit herzlichen Grüßen
Die Mitglieder des Projektkreises „Ganzheitlichkeit“
im „Bündnis für das Leben“
Kontakt:
ulrike.enders@web.de – fon: 0163-8131261
robert.tilp@engl-ev.de – fon: 0177-8217853