Allgemeines

04.12.09 Landtag in Erfurt

Bündnis für das Leben beim Festakt ‚20 Jahre Akteneinsicht’
im Plenarsaal des Thüringer Landtages

Am 4.12.2009 hat das neu formierte "Bündnis für das Leben" um Kerstin Rakuna Schön, zu dem auch vier Mitglieder des ENGL gehören, im Rathausfestsaal eine Werkstatt für die Zukunft abgehalten. Drei Projektkreise - Ökologie-Ökonomie, Ganzheitlichkeit und Gemeinschaftsleben - werden weiterarbeiten und sich ab 19.12., 10.00 Uhr, regelmäßig im Rathaus treffen. Alle sind herzlich eingeladen mitzuwirken. Es wurden offene Briefe an PolitikerInnen (OB Bausewein, Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Landtagspräsidentin Birgit Dietzel (für die Parteien)) überreicht.
Als nächstes werden wir Schritte überlegen, um die der Politik angebotenen Unterstützung weiter zu konkretisieren. Wir wollen jedenfalls ernst machen mit unserem Vorhaben, nicht nur die Missstände aufzuzeigen und Änderungen zu fordern, sondern uns selbst – und da seid ihr genauso angesprochen - auch als die Lösung anzubieten! (Ulrike Enders)

Tonbandmitschrift vom 04.12.09 im Landtag in Erfurt:
Ich bin Kerstin Schön.
Vor 20 Jahren sind wir für die Freiheit aufgestanden,
heute stehen wir auf für die Gerechtigkeit und die Würde.
Wir haben uns heute morgen im Festsaal des Rathauses anlässlich dieses Tages getroffen, um in einem Bündnis für das Leben zusammen zu wirken, wegen der vielfältigen Probleme, die es in dieser Stadt, diesem Land, in ganz Deutschland, ja auf der ganzen Erde gibt.
Mit zu wirken, damit Gerechtigkeit entsteht für jede und jeden,
Frieden in jeder Beziehung und die Bewahrung der Erde für alle.
Es dauert jetzt nur wenige Minuten, bitte haben Sie mit uns Geduld.
Ich denke das gehört zu der erworbenen Freiheit,
die wir vor 20 Jahren gewonnen haben.
Ich bin Alexander Przybill, ich komme aus Jena.
Ich stehe hier - und auch in Zukunft - für eine gerechte Verteilung von Arbeit und Geld und für eine humane, wirklich menschliche Gesellschaft und dafür, dass wirkliche Wahrhaftigkeit hier in Deutschland zu Tage kommen kann.
Ulrike Enders aus Erfurt.
Wir wünschen uns entspannte und zufriedene Menschen in politischen Funktionen, die Zeit für sich und ihre Familien finden, um erneut die Sprache des Herzens zu lernen, um eine ebensolche Politik zu betreiben. Eine Politik des Herzens meint, dass jede/r das eigene Herz befragt, denn dort sind wir alle gleich.
Mein Name ist Thomas Bauer. Ich bin ein Freund von Kerstin.
Ich habe am 12.08.2001 eine pazifistische Partei gegründet
und ich stelle nur eine Frage an die Gegenwart:
Vernunft, wo bist du?
Ich bin Sabine Fabian:
Ich war eine der 5 Frauen, die damals das Zeichen gegeben haben für die Besetzung der Staatssicherheit und ich stehe für ein sicheres und geschütztes Leben für jede Frau, jedes Kind und jeden Mann.
Ich bin Steven Henkel und komme aus Berlin.
Ich bin für eine gerechte Verteilung von Vermögen und Einkommen
und die daraus folgende Chancengleichheit. Danke.
Ich bin Gisela Maria Ramsauer, ich komme aus Mühlhausen
und ich stehe für die Würdigung und die Integration der Kraft und Weisheit der alten Frauen.
Mein Name ist Thomas Meier. Ich lebe im Weimarer Land auf Schloss Tonndorf mit 55 Menschen zusammen, jung und alt. Wir leben dort in einer Lebensgemeinschaft. Ich arbeite als Architekt und Projektentwickler und stehe jetzt hier für dieses Thema,
für Unterstützung kooperativer Nachbarschaften und Gemeinschaften hier im Land Thüringen und fordere alle hier anwesenden Politikerinnen und Politiker auf sich dafür stark zu machen, dass solche ‚Zukunftsschulen’ vermehrt im Land entstehen.
Mein Name ist Kerstin Isolde Panknin.
Ich wünsche mir, dass Menschen in Verantwortung - und ganz im Speziellen LehrerInnen und ErzieherInnen - entspannt und aus ihrer inneren Stärke heraus wirken können an ihrem Arbeitsplatz.
Und ich und viele andere Menschen haben Kompetenzen sie dabei.zu unterstützen.
Mein Name ist Jens Uwe Schön, ich komme aus Gotha und habe damals den Impuls vor 20 Jahren von Erfurt mit wahrgenommen und habe ihn in Berlin mit weitergeführt. Heute stehe ich hier für uns, für den Mut, den wir damals gehabt haben und ich glaube den Mut brauchen wir heute fast wieder, wenn nicht sogar noch stärker.
Albert Einstein sagte: ‚Man kann ein Problem nicht in dem Raum, in dem es entstanden ist lösen, wir müssen in einen anderen Raum, in eine andere Denkweise hinein.’ Und vor dieser Herausforderung stehen wir heute. Ich lade uns ein und ich wünsche mir den Mut,
dass Raum entsteht, dass ein Dialog entsteht für ein ganzheitliches, natürliches Wirtschaftssystem, für ein folgenorientiertes, navigierendes Finanzsystem, für die Umsetzung eines bedingungslosen Grundeinkommens und ich würde mich freuen, wenn das alles dazu führt, dass unser Ökosystem und unsere Biosphäre für die Kinder erhalten werden, die ich noch gar nicht habe.
Und den Mut das Thema gemeinsam anzugehen und den Mut,
dass dies vielleicht wieder im grünen Herzen Deutschlands beginnt
- diesen Mut wünsche ich uns.
Ich bin Anne Schön und komme aus Hameln.
Und mir liegt unter anderem ein achtsamer und liebevoller Umgang mit unserer Natur und den Tieren am Herzen.
Mein Name ist Bruno Walter, ich gehöre zum Bündnis für das Leben.
Wir stehen für Frieden auf der Welt und wünschen den sofortigen Rückzug aller Kampfeinheiten, aller deutschen Kampfeinheiten, aus dem Ausland.
Mein Name ist Silke Schwerda-Reinhardt. Ich komme aus Holzhausen am Fuße der Wachsenburg. Ich habe zwei kleine Kinder und damit meinen und allen anderen Kindern ein wirklich glückliches und menschenwürdiges und sinnerfülltes Leben möglich ist
setze ich mich dafür ein, dass sich die Liebe, das Mitgefühl,
die Freude und auch die Achtsamkeit unter den Menschen mehr und mehr verbreiten und mehr und mehr in unser Leben strömen.
Mein Name ist Hiltrud Bonk, ich komme aus Heidenheim
in Baden-Würtenberg. Ich stehe für das Verbundensein mit den Menschen. Danke
Kerstin Schön:
Wir danken für die Zeit, die wir jetzt haben durften.
Wir laden ein in das Bündnis für das Leben. Wir treffen uns das nächste Mal am 19.12.09 von10.00 - 12.00 Uhr im Erfurter Rathaus Raum 244 um zusammen zu wirken.
Wir freuen uns zusammen zu wirken mit allen Bereichen der Verwaltung, mit allen Bereichen der Politik um gemeinsam Wege zu finden, die vielleicht die Kraft, die wir vor 20 Jahren hatten wieder zu einem Zündfunken werden lassen, damit in Deutschland etwas anderes entsteht. Wir sind hier in Thüringen zwei Millionen Menschen und wir haben eine Geschichte, die kraftvoll ist und es wäre schön das gemeinsam zu nutzen.
Und hier haben noch ein Geschenk…
(Thomas Meier und Kerstin Schön überreichen die offenen Briefe
aus den verschiedenen Projektkreisen des Bündnisses für das Leben
als Geschenke an die Thüringer Landtagspräsidentin Birgit Dietzel
und an die die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht
– verbunden mit der Bitte um einen Gesprächstermin.)

(Das zugehörige Filmaterial wird in den nächsten Tagen auf dieser Webseite zugänglich sein.)