Allgemeines

Die Lage in Deutschland


Endlich gemeinsam Gerechtigkeit bewirken

20 Jahre nach der Selbstbefreiung der Menschen in der DDR

20 Jahre braucht ein Kind um heranzuwachsen
- Zeit genug um zu überprüfen,
welche Veränderungen noch immer ausstehen,
auf die die übergroße Mehrheit der Bevölkerung seit wenigstens
20 Jahren bislang vergeblich wartet.
Die 1989 von den Menschen in der ehemaligen DDR geschaffenen basisdemokratischen Gestaltungsmittel (runde Tische, BürgerInnenrat und - Komitee, Interimsparlament) haben die Erfahrung wirklichen gemeinsamen Handelns – wenn auch nur für wenige Monate –
möglich gemacht. Die deutsch-deutsche Vereinigung hat die in der DDR vorhandenen Grundlagen sozialer Gerechtigkeit rasch und umfassend außer Kraft gesetzt
- zum Nachteil der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung.
Die bundesdeutsche Gesellschaft in der wir leben beruht auf Ungerechtigkeit und auf Gewalt auf allen Ebenen unseres Lebens.
Die Ergebnisse der bundesdeutschen kapitalistischen ‚Demokratie’
mit ihrer so genannten ‚sozialen’ Marktwirtschaft für die Menschen sind:
1. Organisierte staatliche Gewalt im Interesse der Besitzenden
zu Lasten der armen Menschen
- 10 % der deutschen Bevölkerung besitzen 70 % des Vermögens
und verfügen über 70 % allen Einkommens
- 24 % der deutschen Bevölkerung besitzen 20 % des Vermögens
- 66 % der Bevölkerung besitzen zusammen 10 % des Vermögens
- mindestens 18 % der Bevölkerung leben unterhalb der
Armutsgrenze
Das Geldvermögen der Reichen steigt ständig immer schneller an:
es verdoppelt sich alle 10 Jahre, vervierfacht sich alle 20
und verachtfacht sich alle 30 Jahre.
Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.
Wo Einkommen und Vermögen so ungleich verteilt sind,
ist Chancengleichheit unmöglich.

2. Geduldete Gewalt gegen Frauen
– mindestens 40 % der Frauen sind Opfer sexueller Gewalt
- mindestens 25 % der Frauen sind Opfer körperlicher
(so genannter ‚häuslicher’) Gewalt
- mindestens 42 % der Frauen sind Opfer seelischer Gewalt
- die häufigste Todesursache von Frauen in den reichen
Ländern der Erde bis zu ihrem 40. Lebensjahr ist Tötung/Mord
durch einen Mann, oft durch den ‚Partner’
- 40 % - 50 % der betroffenen Frauen sprechen nicht
über die ihnen zugefügte Gewalt
- die Brutalität der Täter nimmt weiter zu
Jede 2. Frau ist von männlicher Gewalt betroffen –
Laut WHO ist Gewalt das größte ‚Gesundheitsrisiko’ für Frauen
weltweit. Und es sind die Frauen, die das Leben schenken…
3. Steigende Gewalt gegen Kinder
- mindestens jedes 3.Kind ist von Misshandlung betroffen
- die sexuelle Gewalt betrifft zu 2/3 Mädchen und zu 1/3 Jungen
- die Misshandlungen von Kindern haben sich in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt
Und die Kinder sind die Zukunft jeder Gesellschaft.
4. Alltägliche Gewalt gegen AndersLebende
Gewalt gegen Menschen, die anders sind als eine jeweilige Mehrheit:
Alte und Kinder, AusLänderInnen, Anders-Gläubige, Anders-Denkende,
Anders-Lebende, Anders-Liebende, Anders-BeGabte,
die so genannten ‚Kranken’ in einer vom Grunde her kranken Gesellschaft
VielFalt ist der Reichtum des Lebens!
5. Hingenommene Gewalt gegen Tiere und unsere ‚Um’/Mit-Welt
6. Arbeitslosigkeit
Ungefähr 9 Millionen Menschen sind ohne bezahlte Tätigkeit
- nahezu jede/r 5. Mensch (20 %) zwischen dem 20. und 60. Lebensjahr ist ‚arbeitslos’ - inklusive all derer, die die offizielle Arbeitslosenstatistik nicht einbezieht: Arbeitssuchende in Bildungsmaßnahmen der Arbeitsämter, Arbeitslose über 58, Langzeitkranke…
- jeder 3. Mensch in Arbeit ist von Kurzarbeit betroffen
Arbeitslosigkeit ist -angesichts all der sozialen Nöte, für die dringlich menschliche Hilfe gebraucht wird - selbst gesellschaftliche Gewalt.
7. Hemmungslose finanzielle Selbstversorgung der Herrschenden in Politik und Wirtschaft

Die Gesellschaft in der wir leben zeigt diese Wunden durch Gewalt,
für die in all den Jahren der Parteien-Politik bislang keine Heilung bewirkt wurde, obwohl die Lösungen für vieles nahezu allen hinreichend bekannt sind.
Es ist die Verantwortung aller Menschen ihre Kräfte mitfühlend und fruchtbringend miteinander zu verbinden, um endlich gemeinsam Gerechtigkeit für alle zu bewirken.
Vor 20 Jahren war das Zögern der Menschen in der DDR
gemeinsam die Veränderung der Gesellschaft zu bewirken
bedingt durch die allgegenwärtig vorhandene Gewaltbereitschaft einer Partei-Diktatur sowie durch Resignation und Hoffnungslosigkeit.
Das heutige Zögern beruht auf dem Nicht-Hinsehen-wollen und der Gleichgültigkeit derer, die sich satt und zufrieden wähnen sowie auf der Hoffnungslosigkeit und Resignation derer, die sehen und an all der Ungerechtigkeit direkt oder indirekt leiden.

Der einzige Weg um endlich Gerechtigkeit für alle zu bewirken
ist es wieder zusammen zu kommen,
einander zu wahrzunehmen und zu hören
und den Mut zu haben das Not-wendige gemeinsam in die Tat umzusetzen.

Kontakt: info@kraft-der-kreise.de